HYPOPARTNER Zinsupdate Dezember 2025: Tiefzinsen bleiben – Planung wird wichtiger

Mehrfamilienhaus, Häuser von oben

Die Renditen von Schweizer Staatsanleihen sowie die Zinssätze für Festhypotheken haben sich seit Mitte November leicht nach oben bewegt. Ursache dafür sind weniger innenpolitische Faktoren, sondern vielmehr eine veränderte Einschätzung der konjunkturellen Risiken und der internationalen Geldpolitik.

Trotz dieser Bewegung bleibt unsere übergeordnete Einschätzung klar: Das Tiefzinsumfeld in der Schweiz dürfte auch 2026 Bestand haben, wenn auch mit punktuellen Schwankungen bei den langfristigen Zinssätzen.

Prognose für Hypothekenzinsen – nächste 12 Monate (in Zahlen)

HypothekAktuelles Zinsniveau*Erwartete Bandbreite (12 Monate)
SARON-Hypothekca. 0.7 – 1.0 %ca. 0.7 – 1.0 %
Festhypothek 3 Jahreca. 1.1 – 1.4 %ca. 1.2 – 1.5 %
Festhypothek 5 Jahreca. 1.2 – 1.5 %ca. 1.3 – 1.6 %
Festhypothek 7–10 Jahreca. 1.6 – 1.9 %ca. 1.7 – 2.0 %
Festhypothek 15 Jahreca. 1.8 – 2.1 %ca. 2.0 – 2.3 %

* Stand per: 17.12.2025 – Richtwerte für gute Bonität, selbstgenutztes Wohneigentum, marktübliche Belehnung. Abhängig von Bank, Objekt und Struktur. Alle Angaben und Prognosen ohne Gewähr. Die genannten Werte stellen keine verbindlichen Offerten dar und können sich jederzeit aufgrund von Marktveränderungen ändern.

Aktuelle Markteinschätzung

Die jüngste Zinsbewegung ist primär am Kapitalmarkt entstanden. Insbesondere die CHF-Swap-Zinssätze, welche als Grundlage für die Preisgestaltung von Festhypotheken dienen, haben über mehrere Laufzeiten hinweg angezogen. Diese Entwicklung wirkt sich zeitverzögert auf die angebotenen Festhypothekarzinsen aus.

Gleichzeitig haben geopolitische und handelspolitische Entwicklungen die Konjunkturrisiken etwas entschärft. Die Wahrscheinlichkeit einer ausgeprägten wirtschaftlichen Abschwächung hat abgenommen – damit sinkt auch der Druck auf zusätzliche geldpolitische Lockerungen.

Geldpolitik: Stabilität statt Experimente

Die Schweizerische Nationalbank hält an ihrem aktuellen Kurs fest. Der Leitzins liegt weiterhin bei 0 Prozent, und aus heutiger Sicht spricht wenig dafür, dass sich daran im Jahr 2026 etwas ändert.

  • Inflation bleibt tief (rund 0,3 Prozent erwartet)
  • Deflation derzeit kein zentrales Szenario
  • Wirtschaftswachstum positiv, aber unter langfristigem Durchschnitt

Diese Kombination spricht klar für Zinsstabilität.

Warum Festhypotheken trotzdem leicht teurer werden können

Auch bei stabilem Leitzins können sich Hypothekarzinsen verändern:

  • Festhypotheken orientieren sich an Kapitalmarktzinsen
  • Internationale Entwicklungen wirken direkt auf Swap-Sätze
  • Besonders mittlere und lange Laufzeiten reagieren sensibel

Sollte sich der wirtschaftliche Ausblick weiter aufhellen, sind moderate Zinsanstiege bei Festhypotheken möglich – vor allem bei Laufzeiten ab 7 Jahren.

Strategische Einordnung: Absichern oder flexibel bleiben

Das aktuelle Zinsumfeld eröffnet zwei unterschiedliche, aber gleichermassen valide Strategien.

Einerseits kann es sinnvoll sein, sich heute langfristig abzusichern, um sich gegen einen möglichen weiteren Anstieg der Festhypothekarzinsen zu schützen. Gerade bei mittleren und längeren Laufzeiten ist der Aufwärtsdruck zuletzt spürbarer geworden.

Wer Planungssicherheit sucht und sein Zinsrisiko bewusst begrenzen will, kann mit einer Festhypothek Zinssicherheit „am Markt einkaufen“.

Andererseits bieten SARON-basierte Hypotheken weiterhin attraktive Konditionen für Kundinnen und Kunden, die sich Flexibilität leisten können. Solange das Zinsniveau tief bleibt, profitieren sie von:

  • aktuell günstigen Finanzierungskosten
  • hoher Anpassungsfähigkeit
  • der Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt in eine Festhypothek zu wechseln

Diese Strategie setzt jedoch voraus, dass Zinsentwicklungen aktiv verfolgt und rechtzeitig Entscheide getroffen werden.

Fazit

Das Schweizer Zinsumfeld bleibt auch 2026 tief – aber nicht spannungsfrei.
Die Unterschiede zwischen Hypothekarformen, Laufzeiten und Anbietern nehmen zu.

Wer frühzeitig plant und seine Finanzierung aktiv steuert, kann sich Zinssicherheit, Flexibilität und Kostenvorteile sichern.

Gerade bei Hypothekarablösungen empfehlen wir, sich 6 bis 18 Monate vor Ablauf mit den Optionen auseinanderzusetzen, um Marktchancen zu nutzen und Konditionen rechtzeitig zu sichern.

HYPOPARTNER unterstützt Sie dabei unabhängig und vorausschauend.

info@hypo-partner.ch

+41 71 508 55 65

Facebook
Twitter
LinkedIn

HYPOPARTNER Zinsausblick – Oktober 2025

Einschätzung & Prognose (nächste 12 Monate)

Seit Mitte Juli haben die Schweizer Zinsen leicht nachgegeben, teilweise sind kurz- und mittelfristige Renditen sogar ins Negative gefallen. Auslöser war die Ankündigung der US-Notenbank, ihren Leitzins im September um 0,25 Prozentpunkte zu senken.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im September hingegen keine weitere Senkung vorgenommen und den Leitzins bei 0 % belassen. Das ist bemerkenswert, da die SNB seit März 2024 sechs Mal in Folge gesenkt hatte. Gründe für die Pause: Der jüngste leichte Anstieg der Inflation verringert die Deflationssorgen, und auch der Franken hat sich nur moderat verteuert. In diesem Umfeld sieht die SNB aktuell keinen Bedarf, die Zinsen erneut in den negativen Bereich zu senken.

Einschätzung HYPOPARTNER: Der Leitzins dürfte auch in den kommenden Quartalen stabil bei 0 % bleiben. Solange die SNB diesen Kurs hält, bewegen sich auch längerfristige Renditen und Hypothekarzinsen voraussichtlich innerhalb der aktuellen Bandbreite. Besonders bei SARON-Hypotheken ist von einer Seitwärtsbewegung auszugehen.

Ein Szenario mit negativen Leitzinsen wäre nur denkbar, wenn die Weltwirtschaft in eine Rezession abgleitet und die grossen Zentralbanken weltweit stark lockern. Um eine deutliche Frankenaufwertung zu verhindern, könnte die SNB in einem solchen Fall gezwungen sein, den Leitzins zu senken. Dies würde auch die langfristigen Zinsen nach unten drücken.

Prognose für Hypothekenzinsen

Laufzeit / HypothekentypAktueller Richtwert*Erwartete Entwicklung in 12 Monaten
SARON-Hypothekca. 0,55 %weitgehend stabil, mit möglichen kleineren Schwankungen
Festhypothek 3 Jahreca. 0,93 %leichter Anstieg möglich, aber begrenzt
Festhypothek 5 Jahreca. 1,07 %moderater Aufwärtstrend denkbar
Festhypothek 10 Jahreca. 1,40 %bei Marktdruck oder Inflation könnte eine Erhöhung eintreten
Festhypothek 15 Jahreca. 1,58 %langfristig moderater Zinsanstieg möglich

* Richtwerte laut hypo-partner.ch, gültig bei guter Bonität und guter Objektqualität.

Die Haupttendenz: kurzfristige Stabilität, mittelfristig leicht steigender Trend, besonders bei längeren Laufzeiten.

Bedeutung & Empfehlungen für Kunden

  1. Nutzung aktueller Zu­stände:
    Die derzeitigen Zinsniveaus bieten eine gute Gelegenheit, Hypothekenverträge zu prüfen, zu überarbeiten oder neu abzuschliessen — insbesondere bei einem Wechsel in Festhypotheken mit längerer Laufzeit.
  2. Frühzeitige Planung & Absicherung:
    Gerade bei Hypotheken mit bevorstehendem Laufzeitende lohnt es sich, frühzeitig Offerten einzuholen und zukünftige Zinsentwicklungen im Blick zu haben — so kannst du rechtzeitig reagieren, bevor die Zinsen steigen.
  3. Anpassung an individuelle Faktoren:
    Diese Prognose gilt für „Standardfälle“ (gute Bonität, gute Objektqualität). Abweichende Faktoren (schlechte Bonität, hohe Belehnung, spezielle Objektbedingungen) können zu höheren Margen führen.

Fazit

Mit den aktuell publizierten Richtwerten von hypo-partner.ch starten wir in eine Phase, in der Zinsstabilität zu erwarten ist, aber moderate Aufwärtsbewegungen bei Festhypotheken nicht ausgeschlossen sind. Es bleibt wichtig, Zinsentwicklungen im Auge zu behalten und Hypotheken strategisch zu planen.

+41 71 508 55 65

info@hypo-partner.ch