HYPOPARTNER Zinsausblick – Oktober 2025

Einschätzung & Prognose (nächste 12 Monate)

Seit Mitte Juli haben die Schweizer Zinsen leicht nachgegeben, teilweise sind kurz- und mittelfristige Renditen sogar ins Negative gefallen. Auslöser war die Ankündigung der US-Notenbank, ihren Leitzins im September um 0,25 Prozentpunkte zu senken.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im September hingegen keine weitere Senkung vorgenommen und den Leitzins bei 0 % belassen. Das ist bemerkenswert, da die SNB seit März 2024 sechs Mal in Folge gesenkt hatte. Gründe für die Pause: Der jüngste leichte Anstieg der Inflation verringert die Deflationssorgen, und auch der Franken hat sich nur moderat verteuert. In diesem Umfeld sieht die SNB aktuell keinen Bedarf, die Zinsen erneut in den negativen Bereich zu senken.

Einschätzung HYPOPARTNER: Der Leitzins dürfte auch in den kommenden Quartalen stabil bei 0 % bleiben. Solange die SNB diesen Kurs hält, bewegen sich auch längerfristige Renditen und Hypothekarzinsen voraussichtlich innerhalb der aktuellen Bandbreite. Besonders bei SARON-Hypotheken ist von einer Seitwärtsbewegung auszugehen.

Ein Szenario mit negativen Leitzinsen wäre nur denkbar, wenn die Weltwirtschaft in eine Rezession abgleitet und die grossen Zentralbanken weltweit stark lockern. Um eine deutliche Frankenaufwertung zu verhindern, könnte die SNB in einem solchen Fall gezwungen sein, den Leitzins zu senken. Dies würde auch die langfristigen Zinsen nach unten drücken.

Prognose für Hypothekenzinsen

Laufzeit / HypothekentypAktueller Richtwert*Erwartete Entwicklung in 12 Monaten
SARON-Hypothekca. 0,55 %weitgehend stabil, mit möglichen kleineren Schwankungen
Festhypothek 3 Jahreca. 0,93 %leichter Anstieg möglich, aber begrenzt
Festhypothek 5 Jahreca. 1,07 %moderater Aufwärtstrend denkbar
Festhypothek 10 Jahreca. 1,40 %bei Marktdruck oder Inflation könnte eine Erhöhung eintreten
Festhypothek 15 Jahreca. 1,58 %langfristig moderater Zinsanstieg möglich

* Richtwerte laut hypo-partner.ch, gültig bei guter Bonität und guter Objektqualität.

Die Haupttendenz: kurzfristige Stabilität, mittelfristig leicht steigender Trend, besonders bei längeren Laufzeiten.

Bedeutung & Empfehlungen für Kunden

  1. Nutzung aktueller Zu­stände:
    Die derzeitigen Zinsniveaus bieten eine gute Gelegenheit, Hypothekenverträge zu prüfen, zu überarbeiten oder neu abzuschliessen — insbesondere bei einem Wechsel in Festhypotheken mit längerer Laufzeit.
  2. Frühzeitige Planung & Absicherung:
    Gerade bei Hypotheken mit bevorstehendem Laufzeitende lohnt es sich, frühzeitig Offerten einzuholen und zukünftige Zinsentwicklungen im Blick zu haben — so kannst du rechtzeitig reagieren, bevor die Zinsen steigen.
  3. Anpassung an individuelle Faktoren:
    Diese Prognose gilt für „Standardfälle“ (gute Bonität, gute Objektqualität). Abweichende Faktoren (schlechte Bonität, hohe Belehnung, spezielle Objektbedingungen) können zu höheren Margen führen.

Fazit

Mit den aktuell publizierten Richtwerten von hypo-partner.ch starten wir in eine Phase, in der Zinsstabilität zu erwarten ist, aber moderate Aufwärtsbewegungen bei Festhypotheken nicht ausgeschlossen sind. Es bleibt wichtig, Zinsentwicklungen im Auge zu behalten und Hypotheken strategisch zu planen.

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info@hypo-partner.ch

Früh dran lohnt sich: Warum es sinnvoll ist, Hypotheken rechtzeitig zu prüfen

Viele Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer beschäftigen sich erst kurz vor Ablauf ihrer Hypothek mit einer Verlängerung. Doch gerade im aktuellen Marktumfeld kann es sich lohnen, deutlich früher aktiv zu werden – idealerweise 12 bis 18 Monate vor dem Fälligkeitstermin.

Warum frühe Planung ein Vorteil ist

Die Hypothekarzinsen haben sich zuletzt auf einem stabilen Niveau bewegt – aber das kann sich schnell ändern. Wer sich früh mit seiner Anschlussfinanzierung beschäftigt, verschafft sich einen wichtigen Spielraum, um:

  • die Zinsentwicklung über einen längeren Zeitraum zu beobachten,
  • flexibel auf Marktbewegungen zu reagieren, und
  • sich bei Bedarf günstige Konditionen frühzeitig zu sichern – etwa mit einer Vorausfixierung.

Ein zusätzlicher Aspekt, den viele unterschätzen:
Die Abwicklung von Hypothekarverlängerungen oder -ablösungen nimmt bei den Banken zunehmend mehr Zeit in Anspruch. Grund dafür ist unter anderem die starke Auslastung im Finanzierungsgeschäft und die wachsenden regulatorischen Anforderungen. Wer spät dran ist, riskiert Verzögerungen – etwa beim Versand von Offerten, bei internen Freigaben oder bei der Koordination zwischen alter und neuer Bank.

Wie wir Sie unterstützen

Bei HYPOPARTNER begleiten wir unsere Kundinnen und Kunden aktiv durch diesen Prozess. Wir analysieren gemeinsam mit Ihnen, welcher Zeitpunkt und welches Modell für Ihre individuelle Situation am besten passt – und behalten dabei nicht nur die Zinsen, sondern auch Ihre Lebensplanung, Ihre Bankbeziehung und alle verfügbaren Optionen im Blick.

Ob Sie in 6 oder 18 Monaten verlängern: Eine rechtzeitige Einschätzung kann unnötigen Druck kurz vor Ablauf vermeiden und gleichzeitig helfen, überraschend gute Konditionen zu verhandeln.

Unser Tipp

Es geht nicht darum, die „richtige Zinsprognose“ zu treffen – sondern um eine kluge Vorbereitung mit ausreichend zeitlichem Spielraum. Sprechen Sie frühzeitig mit uns, damit Sie entspannt und fundiert entscheiden können, wenn es soweit ist – und damit auch die Bankseite genügend Zeit für eine saubere Abwicklung hat.